ENERGIEKONSUM UND EFFIZIENZ


Wenn es um Umweltschutz geht, den Schutz des einzigen Lebensraumes, der uns umgibt und um den Beitrag, den wir alle dafür leisten können, sollte besonderes Augenmerk auf Energiesparen und Energieeffizienz gelegt werden.
Auch die Verwaltung von Aufzügen fällt mit Recht unter dieses allgemeine Thema.
Es sei jedoch darauf verwiesen, dass in einem normalen Wohngebäude der Prozentsatz des Energieverbrauchs, der auf Aufzüge entfällt, verglichen mit dem Gesamtverbrauch nur 2-4% beträgt.
Die Kosten auf der Abrechnung die auf den Aufzug entfallen, je nach Tarifsystem des Landes, können etwas höher sein, da es sich um fixe Anschlusskosten handelt, die nicht vom tatsächlichen Energieverbrauch, sondern vom festen Wert der Anschlussleistung abhängt, der wenig mit Energieverbrauch und –effizienz zu tun hat.



Es soll hier vorausgeschickt werden, dass außer in speziellen Gebäuden mit hohem vertikalem Fahrbetrieb der Energieverbrauch der Aufzüge ein weniger aktuelles Problem ist, als beispielsweise jenes der Wärmedämmung des Gebäudes an sich. Demnach ist derzeit der Energieverbrauch des Aufzugs normalerweise nicht in der Berechnung für die Ausstellung des Energieausweises von Gebäuden - ob neu oder bereits bestehend – enthalten, um den Anforderungen der EU Gebäuderichtlinie 2010/31 für energieeffiziente Gebäude (EPBD = Energy Performance Building Directive) zu entsprechen. Zieht man dies in Betracht, wird das Ganze etwas strenger, da die Richtlinie mit 1.1.2021 vorsieht, dass sämtliche neue Gebäude einem Fast-Null-Energie-Niveau entsprechen müssen (NZEB). Dieser Verpflichtung muss bereits ab dem 1.1.2019 bei allen neuen Gebäuden in öffentlichem Besitz nachgekommen werden, wobei auch hier der Anteil des Energieverbrauchs von Aufzügen voraussichtlich nicht vernachlässigt werden wird.
Deswegen ist auch heute schon jede Ersparnis, sofern mit der Höhe der Anfangsinvestition gerechtfertigt, auch im Bereich der Aufzüge gern gesehen.
Insbesondere auf dem typischen italienischen Privatkundenmarkt mit wenig Fahrbetrieb ist es wichtig, den sogenannten Standby-Konsum zu reduzieren. Damit sind die längeren Zeitspannen gemeint, in denen die Liftkabine in einem Stockwerk stillsteht (mehr als 95% der Gesamtzeit).
Hier einige Lösungen, die bereits mit Koppel A.W. verfügbar sind:
Entfernen einer permanenten Aufzugsbeleuchtung und Einführung einer adäquaten Notfallbeleuchtung sowie Austausch der Neonlampen oder anderer veralteter Beleuchtungsarten durch LED
Entsprechende Maßnahmen der Signalsysteme (verfügbar/besetzt, Position und Richtung des Aufzugs etc.)
Austausch der veralteten Displays durch jene mit höherer Energieeffizienz, die den internen Verbrauch im Standby-Betrieb verringern
Austausch der vorangegangenen Antriebssysteme durch jene mit höherer Energieffizienz (Gearless-Motoren für elektrische Aufzüge)
Alle Arten von Anlagen, die von Koppel A.W. installiert werden, Aufzüge sowie Plattformen, hydraulisch oder elektrisch, bieten die genannten Vorteile und können diese somit in Form von wirtschaftlichen und ökologischen Einsparungen an die Kunden weitergeben.

VERRINGERUNG DES ENERGIEVERBRAUCHS UND DER ANSCHLUSSLEISTUNG VON BEREITS BESTEHENDEN HYDRAULISCHEN AUFZÜGEN

In diversen Ländern setzt sich die Energieabrechnung, die von Kunden und Konsumenten bezahlt werden, aus zwei Teilen zusammen: Ein sogenanntes “Fixum”, das sich auf die Anschlussleistung an das Stromnetz bezieht (Leistung ausgedrückt in kW) und einer sogenannten “Variable”, die sich auf den eigentlichen Energieverbrauch bezieht und in kWh ausgedrückt wird.
Die Fixleistung – anzufordern beim Versorgerunternehmen - setzt eine bestimmte Berechnung voraus, die von der jeweiligen Gesetzgebung vorgesehen wird: Angefangen bei der Leistung des Typenschildes des Motors, dem Faktor der Leistung, über die Spannung sowie der Spannungsart (einphasig oder dreiphasig) bis zum Stromanschluss; jedoch erhält man keinen exakten Wert, da die Energieversorgung stufenweise erfolgt und auf eine höhere Größe aufgerundet wird. Ansonsten wäre das Risiko hoch, dass der Hauptschalter wegen Überschreitung des vorgesehenen Verbrauchs oft ausfallen würde.

Die Leistung ist eine physikalische Größe. Im Zusammenhang mit vertikaler Bewegung verhält sie sich proportional zur zu hebenden Masse und zur Schnelligkeit, mit der jene Masse gehoben werden soll. Die Energie hingegen verhält sich proportional zur Masse und zur Höhe, in die man jene heben will. Bereit bestehende hydraulische Aufzüge, meist ohne Gegengewicht, brauchen vom Standpunkt der Fixleistung aus eine Anschlussleistung, die circa doppelt so hoch, wie jene von elektrischen Aufzügen mit gleicher Tragfähigkeit (Masse) und Schnelligkeit ist, da Letztere meist mit 50% Gegengewicht versehen werden. Beim Gleichbleiben von anderen Faktoren hingegen, ist der Energieverbrauch bei beiden Aufzugstypen im Grunde genommen der selbe. Was jedoch die Kosten für den Konsumenten betrifft, bedeutet eine größere Fixleistung auch höhere Anschlusskosten, die sich in der Rechnung niederschlagen. Deshalb wäre es gut, diese Werte zu senken.
Im Allgemeinen empfhiehlt KOPPEL A.W. bei hydraulischen Aufzügen bereits beim Verkauf der Anlage die Installation eines Softstarter-Systems (oder in manchen Fällen die Stern-Dreieck-Anlaufschaltung), um den Anzugsstrom zu senken (indem es diesen limitiert) und somit auch die Startenergie zu senken, und zwar in den meisten Fällen um mehr als eine Größe. In einigen Fällen jedoch ist der Bauherr wenig an einer späteren ökonomischen Einsparung des Nutzers interessiert, daher wird oft der Softstarter nicht installiert. In diesen Fällen kann dieser im Nachhinein mit nicht allzu großen Kosten integriert werden.
Heute sind allerdings Inverter verfügbar, die weitgehend in elektrischen Aufzügen verwendet werden und die den Anzugsstrom bei der Ingangsetzung des Aufzugs (weiter) senken sollten. Die Kosten können so um eine weitere Größe gesenkt werden.

Von einem rein energetischen Gesichtspunkt aus betrachtet, ist das Gesamtbild meistens etwas klarer. Tatsächlich setzt sich die Betriebsenergie eines Aufzugs, ob hydraulisch oder elektrisch, aus zwei Elementen zusammen: Energie im Standby-Betrieb und Energie im Fahrbetrieb wenn der sich der Aufzug tatsächlich bewegt.
Aufzüge müssen generell im Standby-Modus bleiben. Würde man einen Aufzug während der Dauer des Stillstands abschalten, müsste dieser erst wieder eingeschaltet werden, wenn ein Fahrgast ihn ruft. Dies würde sehr lange dauern und außerdem eine Energieverschwendung, verursacht durch das Wiederingangsetzen des Systems, darstellen.
Sieht man sich den Faktor Bewegung genauer an, ist der Großteil der Aufzüge – also jene in Wohnhäusern - im Schnitt weniger als eine Stunde am Tag in Bewegung. Infolgedessen kam man zum Ergebnis, dass der Energieverbrauch im Standby-Betrieb deutlich höher als jener im Fahrbetrieb ist.
Um also den Energiekonsum von Aufzügen mit wenig Fahrbetrieb zu senken, ist es daher angebracht, sämtlichen Verbrauch im Standbybetrieb zu senken, angefangen bei der Aufzugsbeleuchtung. Diese kann durch LED-Beleuchtung ersetzt werden, die mit minimalem Verbrauch einhergeht und den weiteren Vorteil bietet, dass ein LED-System, einfach und ohne Schäden zu verursachen bei Bedarf ab- und wieder eingeschaltet werden kann (anders als bei Neonbeleuchtung).
Um den Energieverbrauch während des Fahrbetriebes zu senken, kann man hingegen einen Inverter installieren, den selben, der auch zur Senkung der Anschlussleistung beiträgt. Dies rentiert sich jedoch nur, wenn der Fahrbetrieb der Anlage signifikant ist, da der Inverter selbst auch Energie im Standbybetrieb verbraucht und aus bereits vorhin genannten Gründen nicht abgeschaltet werden kann.
KOPPEL A.W. steht für die Planung der Machbarkeit und einen Kostenvoranschlag der Lösungen, über die wir hier einen Überblick gegeben haben, zur Verfügung – Installation für Installation

 

 
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